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Bauwerk unter dem Pamir Memorial

 

columbarium 1Ein Ruheplatz im Gotteshaus

Seit dem Mittelalter ist St. Jakobi zu Lübeck die Kirche der Schiffer, Seefahrer, Bootsleute und Fischer. Im Angesicht des heiligen St. Jakobus und der Anna Selbdritt hielten sie ihre Gottesdienste und gedachten der untergegangenen Seeleute. Gegenüber der Kirche siedelte sich die Schiffergesellschaft an.

 

Besonders, seit das Rettungsboot der Pamir in der St. Jakobikirche seinen Platz gefunden hat, haben immer mehr Menschen mit einer intensiven Bindung ans Meer und an die Seefahrt das Gotteshaus als innere Heimat gefunden. Das führte 2007 zur Gründung der internationalen Gedenkstätte der zivilen Schifffahrt am 50. Jahrestag des Untergangs der Pamir. So enstand die Idee, nach alter Tradition Menschen, die sich mit der Schifffahrt und dem Meer verbunden fühlen auch über den Tod hinaus eine Heimat in der Kirche anzubieten. Im Columbarium unter der Gedenkstätte ist Platz für die Urnen von 350 Verstorbenen.

 

Der letzte Heimathafen

Wer sich entscheidet, seine letzte Ruhe im Columbarium in der St. Jakobi-Kirche zu finden, kann eine – oder auch zwei – Urnenstellen erwerben. In den eigens für den Raum entworfenen Nischen wird die Urne hinter einer mit dem Namen der verstorbenen Person gekennzeichneten Platte bewahrt. Die Nutzerinnen und Nutzer erhalten Schlüssel zum Ruheraum, damit sie ihren Angehörigen ungestört nahe sein können. Die Kosten belaufen sich auf 3600 Euro für 20 Jahre für eine Einzelnische. Eine Verlängerung ist beliebig häufig möglich. In den Kosten enthalten sind die Beschriftung des Steins und die Pflege der Grabnischen für die Zeit der Belegung.

 

columbarium 2Columbarien

Die ältesten Columbarien sind in römischer Zeit bezeugt. Reiche Familien bargen darin die Urnen der vielen Menschen, die als Mitglieder des großen Hauses zur Familie gehörten. Aber auch „kommerzielle“ Columbarien sind belegt, in denen römische Bürger beigesetzt wurden, die keine Möglichkeit zum Erwerb eines Grabplatzes hatten.

 

Im Christentum war die Feuerbestattung aus theologischen Gründen lange Zeit verpönt. Das erste neuzeitliche Columbarium wurde 1878 in Gotha angelegt. Aktuell werden mancherorts in aufgegebenen Kirchen Columbarien angelegt. St. Jakobi zu Lübeck ist der erste, bekannte Ort, an dem die Urnen der Verstorbenen und die Gemeinde der Lebenden unter einem Kirchendach versammelt sind. "Wir wollen den Verstorbenen einen würdevollen letzten Ort geben und den Angehörigen die Möglichkeit des Gedenkens." Pastoren Jedeck

 

Vorzeitiger Erwerb

Manche Menschen fragen sich, ob man sich schon jetzt einen Platz im Columbarium sichern kann, ohne die Gebühren zu verlieren, die bis zum Eintritt der Nutzung anfallen würden. Die Satzung sieht eine derartige Möglichkeit vor.

 

Sprechen Sie uns gerne an,
wenn Sie schon jetzt festlegen möchten, wo Sie Ihren letzten irdischen Ort finden werden.