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St. Jakobi - die Seefahrerkirche

 

Die Jakobikirche ist mit der Seefahrt ebenso lange verbunden wie die alte Hansestadt Lübeck, die als Haupt der Hanse einst das Zentrum des Seehandels war. Seit der Baugründung im Mittelalter ist St. Jakobi traditionell die Kirche der Schiffer, Seefahrer, Bootsleute und Fischer. In ihr hielten die dem nassen Element Verbundenden hier im Angesicht des Heiligen Jakobus und der Anna Selbdritt ihre Gottesdienste, gedachten der untergegangenen Seeleute und sorgten für die Hinterbliebenen. Hier wird auch das Rettungsboot 2 als Zeugnis der am 21. September 1957 südlich der Azoren gesunkenen Viermastbark „Pamir“ bewahrt. Von den 86 Mann Besatzung, darunter 68 Kadetten zwischen 16 und 18 Jahren, überlebten nur sechs den Hurrikan.

 

Es war das letzte große Unglück eines Großseglers – der außerdem der letzte gewesen ist, der Kap Hoorn umrundete. Das Rettungsboot in der Pamir-Kapelle von St. Jakobi ist seit Jahrzehnten das Ziel unzähliger Besucher, insbesondere von Seeleuten aus aller Herren Länder – und somit längst zum Mahnmal geworden: der Menschen zu gedenken, die ihr Leben auf See ließen. So legen junge und alte Schiffsbesatzungen Kränze in der Gedenkstätte nieder. St. Jakobi in Lübeck setzt mit dem Symbol des „Pamir“-Rettungsbootes, mit Seefahrer-Gottesdiensten und persönlichen Begegnungen ein Zeichen der Hoffnung.

 

 

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